Wenn es Exoten sein sollen dann schaut mal hier ...
Winterschutz : weniger ist oft mehr...

Meine Erfahrung zum Winterschutz.

Verwenden Sie Naturstoffe wie Mulch, Stroh /matten, Laub, Reisig, Kartoffelsäcke etc.

Feuchtigkeit schadet meist mehr als Frost. In Regenperioden sollte man ruhig einen Schirm in die Palmenkrone binden
Ein Dach aus Dachpappe ist wasserdicht und heizt sich durch seine schwarze Farbe in der Wintersonne gut auf.
Lieber später als zu früh schützen. Die Natur beobachten, leichte Nachtfröste überleben unsere Exoten ohne Schutz. Nie nur nach dem Kalender handeln

Die Wurzelbereiche gut mulchen und abgefrorene Teile ständig entfernen.

Ein Kleingewächshaus frostfrei für weniger frostharte Arten wie Datura, Papyrus, Mango und Palmfarne, sowie alte Fenster gegen eine bepflanzte Wand gelehnt als Feuchtigkeitsschutz für z.B. Kakteen sind nützlich.

Ausgepflanzte Palmen, Cordylinen und Yuccas werden nur gut gemulcht. Frostschutz mit loser Bastmatte ist hier selten gefragt da Dauerfrost kaum lange anhält. Regen und Staunässe sind gefährlich wie man an der Cordyline sieht.

Bananen wie unsere Musa basjoo`s ab Ende Oktober gut mulchen. Wenn die Blätter in den ersten stärkeren Frösten abfrieren, werden sie entfernt und der Stamm im grünen sauber abgeschnitten. Ich bepinsele die Schnittstelle mit einer Mischung aus Chinosol und Holzkohlepulver und schütze sie dann mit einer Dose.
Ein zweijähriger Stamm könnte an einem günstigen Ort Frösten bis ca. - 7 ° C ohne weiteren Schutz standhalten. Man kann jedoch auch auf Nummer sicher gehen und die Pflanzen mit Strohmatten und Stroh schützen. Bitte den Stamm dann nur luftig einwickeln und den Schutz, wenn möglich bald entfernen.
Oder so etwas wie ein Komposthaufen aus Holz herumbauen, mit Stroh füllen und wasserdicht abdecken. Aber auf Luftzirkulation achten, da ansonsten Pilze entstehen könnten.
Wenn die ganze Banane abfriert ist dies nicht schlimm. Stamm am Boden abschneiden und mulchen, solange Frostgefahr besteht. Neue Triebe erscheinen im Frühling. Manchmal braucht man dann ein bisschen Geduld.

Allgemein kann man sagen. Nur solange schützen wie nötig, nicht mehr düngen und das Zwiebelprinzip beim Schutz anwenden.


Der perfekte Standort:

Einige Beete haben sich als warme trockene Ecken dargestellt von denen man es nicht vermuten würde. Super Lagen brachten andere Probleme mit sich wie z.B. Wind.
Ich habe festgestellt, das man durch einige einfache Beobachtungen die meisten Probleme von Anfang an ausschließen kann.

Beobachtet mal wo sich Schnee und Reif im Garten am längsten hält. Das sind die kältesten Ecken man sollte hier besser keine Palme pflanzen.
Meist bekommen solche Plätze im Winter fast keine Sonne ab.

Verteilt doch mal ein paar Plastikbecher auf Eure Beete die Ihr gerne bepflanzen wollt, und vergleicht die Flüssigkeitsmengen. Selbst innerhalb eines Beetes gibt es unterschiedlich feuchte Ecken (Gefälle, Dachvorsprünge, überhängende Blätter etc.) . Man kann den trockensten Platz durch längere Messperioden im Winter leicht bestimmen.

Man sollte beim Auspflanzen die Ausrichtung des Pflanzplatzes beachten. Nach Süden oder Westen wäre optimal. Hierdurch kann man den Sonnenlauf voll ausnutzen.
Im Rücken sollten winterharten Exoten Mauern, Zäune oder Hecken als Windschutz haben.
Backsteinmauern speichern über Tag Wärme die sie nachts abgeben.
Um so größer und älter die Pflanze ist, um so freistehender kann sie gepflanzt werden.


Der Regenschutz ist schnell gebaut.
Der Winterschutz ist bereits vorbereitet.

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